Deliver me from reasons why
lilly-charlotte, Donnerstag, 15. März 2012, 14:37
“Nicht greifbar”, denke ich und sehe ihn an, wie er da steht, manchmal auch sitzt, irgendwie schimmernd und mit diesem Gesicht, aus dem man so wenig heraus lesen kann.
Dazwischen helle, formlose Tage, an denen die Rückblenden dieser Begegnungen durch den Kopf huschen, viel zu analytisch und irgendwann bis zur Unkenntlichkeit seziert. Und gleichzeitig bleiben die Gefühle seltsam undefiniert, schwappen in kleinen und grösseren Wellen im Inneren, bis nichts bleibt außer einer ewig lockenden Müdigkeit und einem kleinen, schmerzlichen Ziehen.
Nein, da ist nichts, keine Sicherheit, kein gemeinsamer Nenner, kein Vorwärtskommen, nur eine undeutliche Idee gegenseitiger Anziehung.
Aber wenn er mich umarmt, diesen Herzschlag länger und fester als nötig, steht die Zeit einen kleinen Moment still.
Dazwischen helle, formlose Tage, an denen die Rückblenden dieser Begegnungen durch den Kopf huschen, viel zu analytisch und irgendwann bis zur Unkenntlichkeit seziert. Und gleichzeitig bleiben die Gefühle seltsam undefiniert, schwappen in kleinen und grösseren Wellen im Inneren, bis nichts bleibt außer einer ewig lockenden Müdigkeit und einem kleinen, schmerzlichen Ziehen.
Nein, da ist nichts, keine Sicherheit, kein gemeinsamer Nenner, kein Vorwärtskommen, nur eine undeutliche Idee gegenseitiger Anziehung.
Aber wenn er mich umarmt, diesen Herzschlag länger und fester als nötig, steht die Zeit einen kleinen Moment still.
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lilly-charlotte, Sonntag, 9. Oktober 2011, 10:48
Die Seele waschen und winterfest machen. Freunde besuchen, und vielleicht auch die, die es mal waren. Verräumen, was nicht passend erscheint. Maß nehmen. Mehr nehmen. Die so hartnäckige Wehmut durch Geduld ersetzen. Dies alles im Herbst zu tun. Oder später.
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lilly-charlotte, Montag, 25. August 2008, 11:42
An manche Orte kommt man zurück und saugt die ganze Tröstlichkeit daraus, dass alles so ist wie immer. So auf Beständigkeit gebaut, dass man sich Änderungen nicht vorstellen kann, nicht möchte. Und natürlich passiert es doch.
Es ist Nachmittag und die Sonne wirft ein schmales, längliches Dreieck auf das Sofa vor dem Fenster. An jedem anderen Tag hätte er hier gesessen, seine Bücher säuberlich gestapelt auf dem Tisch vor ihm, die Lupe in Griffweite. Die Bücher liegen noch dort und die Lupe obenauf, aber auf dem Sofa sitzen andere Personen. Die gehören da nicht hin, sagt der Kopf gegen das bessere Wissen, das ist doch sein Platz. Nur ein paar Sekunden lang, bis die Realität sich sanft wieder in den Vordergrund schiebt.
Der Friedhof liegt grün unter tiefblauem Himmel und die Sonne folgt uns durch das bunte Mosaik-Fenster auch in die kleine Kapelle. Sie strahlt auf uns am Grab, auf die Rosenblüten, die wir in die Erde regnen lassen und lässt die Tränen glitzern, wenn wir die Köpfe senken.
In die Gaststube bescheint sie unsere Rücken und lässt die Kuchenglasur langsam wellig werden.
Fast sieht es harmonisch aus, dieses Familientreffen im Sommer, über dem die Erinnerungen an den Menschen flirren, der fehlt.
Auf dem Rückweg färbt die Sonne den Asphalt rötlich und der überraschende Tod formiert die Insekten auf der Winschutzscheibe zu unregelmäßigen Mustern. Ich bin nicht traurig, ich fühle mich unendlich müde.
Es ist Nachmittag und die Sonne wirft ein schmales, längliches Dreieck auf das Sofa vor dem Fenster. An jedem anderen Tag hätte er hier gesessen, seine Bücher säuberlich gestapelt auf dem Tisch vor ihm, die Lupe in Griffweite. Die Bücher liegen noch dort und die Lupe obenauf, aber auf dem Sofa sitzen andere Personen. Die gehören da nicht hin, sagt der Kopf gegen das bessere Wissen, das ist doch sein Platz. Nur ein paar Sekunden lang, bis die Realität sich sanft wieder in den Vordergrund schiebt.
Der Friedhof liegt grün unter tiefblauem Himmel und die Sonne folgt uns durch das bunte Mosaik-Fenster auch in die kleine Kapelle. Sie strahlt auf uns am Grab, auf die Rosenblüten, die wir in die Erde regnen lassen und lässt die Tränen glitzern, wenn wir die Köpfe senken.
In die Gaststube bescheint sie unsere Rücken und lässt die Kuchenglasur langsam wellig werden.
Fast sieht es harmonisch aus, dieses Familientreffen im Sommer, über dem die Erinnerungen an den Menschen flirren, der fehlt.
Auf dem Rückweg färbt die Sonne den Asphalt rötlich und der überraschende Tod formiert die Insekten auf der Winschutzscheibe zu unregelmäßigen Mustern. Ich bin nicht traurig, ich fühle mich unendlich müde.
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