Deliver me from reasons why
lilly-charlotte, Donnerstag, 15. März 2012, 14:37
“Nicht greifbar”, denke ich und sehe ihn an, wie er da steht, manchmal auch sitzt, irgendwie schimmernd und mit diesem Gesicht, aus dem man so wenig heraus lesen kann.
Dazwischen helle, formlose Tage, an denen die Rückblenden dieser Begegnungen durch den Kopf huschen, viel zu analytisch und irgendwann bis zur Unkenntlichkeit seziert. Und gleichzeitig bleiben die Gefühle seltsam undefiniert, schwappen in kleinen und grösseren Wellen im Inneren, bis nichts bleibt außer einer ewig lockenden Müdigkeit und einem kleinen, schmerzlichen Ziehen.
Nein, da ist nichts, keine Sicherheit, kein gemeinsamer Nenner, kein Vorwärtskommen, nur eine undeutliche Idee gegenseitiger Anziehung.
Aber wenn er mich umarmt, diesen Herzschlag länger und fester als nötig, steht die Zeit einen kleinen Moment still.
Dazwischen helle, formlose Tage, an denen die Rückblenden dieser Begegnungen durch den Kopf huschen, viel zu analytisch und irgendwann bis zur Unkenntlichkeit seziert. Und gleichzeitig bleiben die Gefühle seltsam undefiniert, schwappen in kleinen und grösseren Wellen im Inneren, bis nichts bleibt außer einer ewig lockenden Müdigkeit und einem kleinen, schmerzlichen Ziehen.
Nein, da ist nichts, keine Sicherheit, kein gemeinsamer Nenner, kein Vorwärtskommen, nur eine undeutliche Idee gegenseitiger Anziehung.
Aber wenn er mich umarmt, diesen Herzschlag länger und fester als nötig, steht die Zeit einen kleinen Moment still.
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lilly-charlotte, Sonntag, 9. Oktober 2011, 10:48
Die Seele waschen und winterfest machen. Freunde besuchen, und vielleicht auch die, die es mal waren. Verräumen, was nicht passend erscheint. Maß nehmen. Mehr nehmen. Die so hartnäckige Wehmut durch Geduld ersetzen. Dies alles im Herbst zu tun. Oder später.
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Traum mit x Buchstaben
lilly-charlotte, Montag, 3. September 2007, 08:55
Heute Nacht davon geträumt, Kreuzworträtsel mit dem Ex zu lösen.
Hoffen wir mal, dass das kein Vorgeschmack auf eine neue Dimension erotischer Träume mit zunehmendem Alter war.
Hoffen wir mal, dass das kein Vorgeschmack auf eine neue Dimension erotischer Träume mit zunehmendem Alter war.
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Warten, nicht verweilen
lilly-charlotte, Dienstag, 6. Februar 2007, 18:54
Ein Leben in Wartesälen. Wieviel Zeit wir mit Warten verbringen.
Warten auf den Bus, die richtigen Worte, auf den Einen, das endlich wahre Leben, auf den passenden Zeitpunkt, auf das Ende von etwas, auf den Schlaf, auf Bescheide, Ergebnisse und den glücklichen Zufall, das sich-berufen-fühlen, auf die Regel, auf eine Geste, aufs Essen, auf den Regen, den Sommer, auf bessere Zeiten, auf Anerkennung.
"Wer warten kann, hat viel getan", sagt meine Grossmutter manchmal, dann sehe ich sie an und lächele. Weil ich weiß, dass sie an die unzähligen Kuchen in ihrem Backofen denkt, die mir als Kind nie schnell genug gar wurden. Warten kann Vorbereitung, Vorfreude, vielleicht Erfahrung sein, für andere, aber das ist es nie für mich. Im Inneren blubbert das Bedürfnis, Einfluss nehmen zu wollen, in Bewegung zu sein, der Ungewissheit zu entkommen.
Umso unangenehmer die Ahnung, dass die nächste Zeit zur Geduldsprobe werden könnte. Warten.
Warten auf den Bus, die richtigen Worte, auf den Einen, das endlich wahre Leben, auf den passenden Zeitpunkt, auf das Ende von etwas, auf den Schlaf, auf Bescheide, Ergebnisse und den glücklichen Zufall, das sich-berufen-fühlen, auf die Regel, auf eine Geste, aufs Essen, auf den Regen, den Sommer, auf bessere Zeiten, auf Anerkennung.
"Wer warten kann, hat viel getan", sagt meine Grossmutter manchmal, dann sehe ich sie an und lächele. Weil ich weiß, dass sie an die unzähligen Kuchen in ihrem Backofen denkt, die mir als Kind nie schnell genug gar wurden. Warten kann Vorbereitung, Vorfreude, vielleicht Erfahrung sein, für andere, aber das ist es nie für mich. Im Inneren blubbert das Bedürfnis, Einfluss nehmen zu wollen, in Bewegung zu sein, der Ungewissheit zu entkommen.
Umso unangenehmer die Ahnung, dass die nächste Zeit zur Geduldsprobe werden könnte. Warten.
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