Innenansichten
Mittwoch, 21. Juni 2006
Wayne Rooney
lilly-charlotte, Mittwoch, 21. Juni 2006, 00:15
Der Name muss doch eigens für TV-Kommentatoren erfunden worden sein. Kein anderer Name wird während dieser WM so exzessiv gerollt und genüsslich um Mund hin-und hergeschoben wie eben Wäähne Ruuhni.

Während Podolski und der Rest der Crew schnell mal zu Poldi, Schweini und Co. abgewandelt werden, wird Wayne Rooney stets genüsslich mit vollem Namen benannt. Ein echtes phonetisches Highlight, sozusagen.
Kein Seweryn Gancarczyk, auch kein Fernando Torres ging den Kommentatoren bislang so geschmeidig, fast schon euphorisch über die Lippen.

Ob man in Zukunft vielleicht noch phonetische mit optischen Highlights verbinden kann?

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Montag, 19. Juni 2006
Traumdeutung
lilly-charlotte, Montag, 19. Juni 2006, 08:43
Es gibt Träume, von denen man schon nach dem Aufwachen weiß, daß sie einem den ganzen Tag nachhängen werden.
Dieser war so einer.
Ein Kind von einer Jahre zurückliegenden Liebe, das ich nicht wollte. So wenig wollte, daß ich meine Eltern um Adoption gebeten habe.
Um sie wieder zurückzunehmen.
Das nach zwei Wochen immer noch keinen Namen hatte, aber ein Mädchen war. Völlige Überforderung bei allen Dingen, die mit der Kleinen zu tun hatten.

Ich glaube, ich möchte gar nicht wissen, was da traumdeuterisch alles an die Oberfläche kommen könnte, würde man den Traum analysieren.

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Donnerstag, 15. Juni 2006
lilly-charlotte, Donnerstag, 15. Juni 2006, 13:52
Es gibt soziologische Phänomene, die mich immer wieder vor neue Rätsel stellen.
Nein, nein, ausnahmsweise nicht die klassischen Männlein-Weiblein-Rätsel im gegenseitigen Miteinander, sondern z.B. die Frage, warum manche Ereignisse anscheinend nur im grossen Ganzen, sprich gruppendynamisch, erlebt werden können.

Gut, Sylvester - da hat man sich inzwischen dran gewöhnt, daß man spätestens Mitte Oktober auf die Frage "Was machst Du / Ihr eigentlich Sylvester?" eine Antwort haben sollte. Und wenn nicht, dann zumindest Diplomatie-Antwort Nr. 17 ("Hm, du, ich entscheide das ganz spontan, XY hat mich eingeladen und Z feiert auch...mal sehen, wozu ich Lust habe...") so lässig wie möglich vortragen sollte.

Aber das Phänomen nimmt neue Ausmaße an.
Siehe Fussball-WM. Deutschland-Spiele alleine / zu zweit vor dem Fernseher?
Da läuft man stark Gefahr, daß das Gegenüber ob dieser unfassbaren Aussage erbleicht, zurückweicht und den Sachverhalt in Gedanken bereits hobbypsychologisch durchanalysiert, um die Akte dann unter "Nicht gesellschaftsfähig" abzulegen.
In diesem direkten Zusammenhang auch mein neues Lieblingswort, bei dem sich erst noch entscheiden muss, inwiefern es Aussicht auf das Unwort des Jahres hat:
Public Viewing.

Einfach schön. Darüber hinaus eine wertvolle Hilfe, die nicht gesellschaftsfähige Akte zu rehabilitieren.
"Wo siehst Du das Spiel heute Abend?"
"Och, wir machen Public Viewing, da und da steht eine Grossleinwand..."
Wichtig hierbei in jedem Fall der Gebrauch des Wörtchens "Wir", um es zu perfektionieren, kann man dann noch unter Umständen einen Satz, in dem das Wort "Atmosphäre" alternativ auch "Stimmung" enthalten ist, hinterhersetzen.

Aber trotz allem muss ich ja gestehen, daß ich entgegen aller Planungen den Einladungen zum Zusammen-Schauen bereitwillig gefolgt bin.
Und Spass hatte. Vielleicht steigere ich mich bis zum Ende der WM auch noch bis zum "Public Viewing". Aber ein Phänomen bleibt es.

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